Galerie Scheißi DonkScape ego Service

Prolog

Pock!Dies ist die Geschichte von dem dummen Eichhorn Scheißi, das im Arschland auf einer fast verrotteten Birke hauste und am liebsten Hasenködel fraß.

Scheißi das Eichhorn lebte im Bekackten Wald inmitten des verrufenen Arschlandes auf einer annähernd toten Birke, die das ganze Jahr über keine Blätter trug. Hier bewohnte dieser verstandesmäßig degenerierte Vertreter der Ordnung Nagetier eine Spechthöhle, nachdem der Dreckspecht, der sie angelegt hatte, vor einiger Zeit an chronischem Durchfall gestorben war. Scheißis Wohnzimmer hatte danach zwar ein atemberaubendes Aroma behalten, doch das störte ihn überhaupt nicht. Er hatte nicht etwa ständigen Schnupfen oder vom Leben die Schnauze gestrichen voll, wie viele andere Bekacktwäldler - im Gegenteil genoß er sein Leben und er genoß genauso den fürchterlichen Geruch, den sein Vormieter zurückgelassen hatte, nachdem er in seinen eigenen Exkrementen verwest war.

idyllisch

Der einzige Freund des Eichhorns war die Bisamratte Pisskopp aus dem verwahrlosten Karnickelbau am Fuße der Birke. Der Bau hatte leergestanden, nachdem die Horde Langohren, die darin gehaust hatte, unter mysteriösen Umständen ins Nirwana eingetreten war. Zahlreiche Gerüchte ranken sich um diesen Fall, in denen meist die Worte 'Erbsensuppe' und 'religiöser Massenselbstmord' auftauchten. Polizei und Ärzteschaft wurden mit wahrscheinlich gigantischen Bestechungsgeldern dazu gebracht, sich in grinsendes Schweigen zu hüllen. Welche merkwürdigen Vorgänge auch immer stattgefunden haben, auch sie hinterließen in Pisskopps Wohnung einen unbeschreiblichen Gestank, weswegen die beiden befreundeten Nager zu den übelriechendsten Tieren des gesamten Waldes gezählt wurden. Sie waren vollkommene gesellschaftliche Versager mit einem unstillbaren Hunger nach Hasenködeln, von denen Pisskopps Vorgänger einen schier unerschöpflichen Vorrat zurückgelassen hatten.

So mit ausreichend Nahrung versorgt brauchten beide nicht zu arbeiten, wozu sie wohl auch kaum in der Lage gewesen wären. Statt dessen spielten sie meist Nußwurf miteinander.

Bei dieser im Bekackten Wald weit verbreiteten Sportart wählt jeder Mitspieler eine Nuß aus, egal ob Hasel-, Erd-, oder Walnuß (interessante Effekte erzielt man mit einer Verwandten der Paranuß, wie sie bei den Aborigines beliebt ist). Dann wird die Nuß entweder auf ein beliebiges Ziel (Bäume, Pfützen, Fensterscheiben oder Mitspieler) oder völlig ziellos geworfen. Wer es am längsten erträgt, seine Zeit mit dieser hirnlosen Beschäftigung zu verschwenden, gewinnt. Diese einfachen Regeln waren zwar noch in der Erprobung, aber ihr Erfolg bei den ersten Nußwurf-Waldmeisterschaften bewies wohl ihre Zweckmäßigkeit. Die Meisterschaft war fünf Jahre vor den hier beschriebenen Geschehnissen angepfiffen worden und dauerte noch an.

zwei idioten

Wenige Bäume von Scheißis Birke entfernt residierte der kurzsichtige Uhu Pofick, seines Zeichens Würgermeister des Waldes. Dieser gestrenge Politiker litt genauso wie sein Ansehen unter der unangenehmen Nachbarschaft. Angesichts der bevorstehenden Wahlen war er zu allem bereit, diese übelriechenden Gesellen loszuwerden.