Galerie Scheißi DonkScape ego Service

Episode 34

In diesem Moment rülpste Scheißi lauthals durch den Saal. Richter Popelpflück quälte erneut seinen Hammer.

"Mach das noch einmal, du doofes Eichhorn, und ich verurteile Dich wegen Mißachtung des Gerichtes!"

"Ich habe gerülpst!" rief Scheißi froh.

"Ruhe, verdammt!"

Scheißi rülpste nochmal. Popelpflück, beleidigt von so viel Frechheit warf ihm den Hammer hinterher. Er traf Tampon am Kopf, der ohnmächtig zusammensank. Sofort brach ein Tumult los, in dem man versuchte, Tampon aufzuwecken, Scheißi Handschellen anzulegen und vor allem den Hammer wiederzufinden. Das Eichhorn rannte glücklich quer durch den Saal, verfolgt von einer Horde Polizisten, und kreischte dabei: "Fangt mich doch! Fangt mich! Hihihihi tolles Spiel!"

Inmitten des Chaos saß Professor Schwanz und starrte schwitzend auf seine Uhr. Pofick mußte aus dem Zeugenstand raus... schnell! Endlich wachte Tampon auf, sah, wie Schwanz hektisch auf das Zifferblatt seiner Uhr tippte, und brüllte zum Richter: "Entlassen Sie dann den Zeugen?"

"Nicht ohne meinen Hammer!"

Tampon wandte sich Hilfe suchend an Staatsanwalt Analprolaps, der aber nur sagte: "Die Verhandlung ist gerade unterbrochen... wegen Ihres Zeugen. Es geht erst weiter, wenn der Hammer des Richters wieder da ist."

Endlich sprang ein Gerichtsdiener auf und grölte: "Ich hab ihn!" Kurz darauf wurde die Verhandlung fortgesetzt, auch wenn Scheißi noch im Hintergrung mit einigen angeekelten Polizisten rang, die ihm zwar körperlich überlegen waren, die aber versuchten, direkten Körperkontakt zu meiden.

"Haben Sie noch irgend etwas zu sagen?" fragte der Staatsanwalt den

Würgermeister, dessen Grinsen langsam in sich zusammensank. Er verneinte. "Gut, dann habe ich keine..."

"Juuuuhuuu! Ihr habt mich!" quietschte Scheißi, als er gerade nach vorne geführt wurde. Popelpflück winkte die Polizisten zu sich her, um ein ernstes Wort mit Scheißi zu reden. Als sie am Zeugenstand vorbeikamen, sagte Scheißi zu Pofick: "Na, du fetter Flattermann? Bist du auch so glücklich!"

"WAAAAAAAAAAAS?" Pofick richtete sich in seinem Stuhl auf und war drauf und dran, sich auf Scheißi zu stürzen. Irgendwo sagten Tampon und Schwanz im Chor: "Scheiße."

Pofick fuhr fort: "Du dreckiges, verkommenes Stück Abschaum, du degenerierter Haufen Katzenscheisse, du abartig gammeliges Saubeutelschwein! Du bist doch schuld an all dem Hier! Du und dein bestusster Freund, diese ekelhafte Ratte! Wie oft habt ihr Hässlichen Missgeburten mir schon Nüsse ins Haus geworfen? Ohne euch Raspelfressen wäre ich schon lange Präsident und nicht nur Würgermeister des stinkendsten Drecklochs der ganzen heruntergekommenen Welt!"

"Mäßigen Sie sich, Herr Pofick!" mahnte der Richter.

"Mich Mäßigen? Wer bist du denn, du kleiner stinkender Abfall, dass du meinst, mir, mir dem grossen Pofick Vorschriften machen zu können? Ich habe schon Idioten wegen ganz anderer Anmassungen unter die Erde gebracht! So wie diese hässliche Ratte, die da jetzt an ihrem verrotteten Baum verschimmelt!" Der Würgermeister drohte Popelpflück mit dem Mikrophon. "Die meisten von euch debilen Vollidioten ist es doch nicht einmal wert die gleich Luft zu atmen wie ich! Aber wartet nur! Eines Tages werdet ihr alle mein Strafgericht erleben! Urinos war nur der Anfang! Bald mache ich euch alle fertig!"

"Wenn Sie nicht sofort still sind, verurteile ich Sie zu Gefängnis, egal, was die Geschworenen sagen!"

Pofick sprang zum Richter hinauf und prügelte mit dem Mikro auf ihn ein. "DU (pock!) SOLLST (pock!) MICH (pock!) NICHT (pock!) UN- (pock!) -TER- (pock!) -BRECH- (pock!) -EN (pock!)! RRRAAAAAAAAAAAHHH!"

Richter Popelpflück lag blutend auf dem Boden, während Pofick versuchte, mit blutigem Mikro bewaffnet aus dem Saal zu flüchten. Weit kam er nicht. Analprolaps und der depressive Tampon verzichteten auf ihr Schlußplädoyer, so wie die Geschworenen darauf verzichteten, sich zurückzuziehen. Der Urteilsspruch lautete einstimmig: "Schuldig!"

"Aber wir können die Urteilsverkündung auch vertagen," meinte der Staatsanwalt, als sich Popelpflück versuchte, aus den Fängen der Sanitäter loszureißen.

"Gebt mir eine Aspirin, und dann weg!" raunzte er sie an. "Keine Vertagung! Ich verurteile Friedobert Pofick zum Tode durch den elektrischen Stuhl! Das stinkt so schön! Die Exekution findet gleich morgen statt! Ich will das Arsch brennen sehen!"

"Wir haben keinen elektrischen Stuhl," sagte ein Gerichtsdiener.

"Dann besorgt einen! Hier ist Stil gefragt! Und nehmt einen alten, das dauert länger!"