Galerie Scheißi DonkScape ego Service

Episode 28

"Also, was soll ich jetzt damit machen?"

"Ich wollte ihn den anderen zeigen. Ich finde ihn... interessant!"

"Na, wenn das der einzige Weg ist, dich und vor allem das Ding da loszuwerden, dann hol alle zusammen, damit sie sich dieses Ding angucken können."

"Alle?"

"Fredo! ich will hier keinen stundenlangen Museumsdurchgangsverkehr! Hol die ganze Bagage! Deine Brüder sind oben, draußen stehen einige Jungs, hol sie alle rein! Wenn du willst, dass sie sehen, was du hier anschleppst, dann sollen sie das auch, aber mach schnell, diesen Geruch kriegen wir sonst nie mehr aus den Gardinen!"

Don Cotzeone handelte nie besonders unüberlegt. Wenn er von Alle sprach, dann meinte er natürlich alle Verfügbaren. Jetzt, nachdem Fredo fröhlich hinausgestürzt war, überlegte er sich, dass der Junge vielleicht sogar die Wachen am Tor des Anwesens abziehen könnte. Gerade wollte er seinen Sohn zurückrufen, als Scheißi, der noch immer irgendwie egal im Raum stand und sich seines bloßen Daseins erfreute, einen langen, feuchten Furz in die Welt entließ. Der Don starrte erneut ungläubig dieses Ding an. Dann hörte er hinter dem Eichhorn etwas leise zu Boden fallen. Scheißi hatte auf seinen Teppich gekackt.

"FREDO!" brüllte er, "FREDO! MACH DAS WEG! ICH WILL DAS DING HIER NICHT MEHR..."

Schockiert stellte Cotzeone fest, dass er soeben seine Fassung verloren hatte. Beschämt sah er zu dem ungebetenen Gast hinüber, der sich versonnen am Arsch herumfummelte, dann seine verschmierte Pfote zum Mund führte und mit einem geistig abwesenden (also normalen) Gesichtsausdruck daran lutschte.

Schließlich kamen sie alle. Jeder von ihnen gehörte zur Familie, entweder durch Geburt oder dadurch, dass er einfach zur Familie Cotzeone gehörte. Wie der Don schockiert feststellte, waren tatsächlich auch die Männer vom Tor dabei. Und während immer mehr Leute hereinkamen und das Ding, das da sabbernd inmitten eines kleinen Häufchens seiner eigenen Scheiße im Büro des Don stand, strömten auch langsam Personen herein, die das Familienoberhaupt noch nie gesehen hatte. Don Cotzeone sah sich verwirrt um, bis einer der Fremden ihn ansprach. Es war eine Zecke, die ihm zur Überraschung aller (die Zecke und ihr BET, das nun eine mutige Horde Sturmgewehre auf die anwesenden und das Eichhorn begaffenden Mafiosi richtete, ausgenommen) eine Polizeimarke hinstreckte.

"Wunderschönen, guten Tag, Herr Cotzeone... oder sollte ich lieber Kotzie sagen? Ihr Haus ist umstellt, Bla bla bla. Lassen wir die Formalitäten. Ich nehme Sie fest wegen organisierten Drogenhandels. Sie stehen im Verdacht, Kopf des Urinos-Drogenkartells zu sein. Bitte leisten Sie keinen Widerstand, meine Jungs waren bereits seit einem Monat in keinerlei Kampfhandlungen verwickelt und brennen geradezu darauf, Sie, jemandem von ihrem Hofstaat oder... Aaaah!"

Scheißi winkte Holzbock Holmes zu. Die Zecke wurde blass und wandte sich an den Don: "Was will der denn hier?"

"Es ist ein Freund meines Sohnes Fredo."

Ein anderer Mafioso sah zu Fredo hinüber und fragte ihn: "Das ist dein... Freund?"

"Äh, nein.. das äh..."

"Bist du Pisskopp?" fragte Scheißi Fredo.

"Was? Wer ist das denn?"

"Lassen Sie nur!" unterbrach Holmes. "Pisskopp ist tot."

"Stimmt!" meinte Scheißi.

Fredo überlegte einen Moment und sagte dann zu dem Eichhorn, das überglücklich war, so viele nette Leute zu sehen: "Soll das eine Drohung sein?"

"Fredo..." schaltete sich der Don hier wieder ein, "dieses Eichhorn kennt diesen Ordnungshüter hier? Ist es auch von der Polizei?" Er schüttelte sein feistes Haupt. "Fredo, warum?"

"Was denn?"

"Hast du dich etwa mit der Polizei eingelassen? Fredo! Ein Schissilianer spricht nicht mit der Polizei... die omerta!"

"Papa, es ist, wie ich gesagt habe. Er war einer von Koprophilies Freiern!"

Holmes lachte. "Freier? Scheißi, das wahnwitzig durchgeknallte Eichhorn? Der hat doch noch nie bemerkt, dass es einen Unterschied zwischen Männchen und Weibchen gibt!"

"Dann ist er wirklich ein Spitzel?" fragte Fredo mit einem furchtsamen Seitenblick auf seinen Vater.

"Nein, er ist nur ein stinkendes Stück Scheiße!"

"Dann kann ich mich essen?" fragte Scheißi fröhlich, worauf Holmes seinen Kopf senkte und mit den Worten "Schafft diese Idioten hier weg! Alle!" dem fröhlichen Beisammensein im Hause Don Cotzeones ein jähes Ende setzte.

Der Don selbst war noch zu gleicher Stunde auf Kaution frei und lächelte müde. Noch nie hatte man ihn vor Gericht belangen können. Das würde auch diesmal niemand schaffen, da war sich Don Cotzeone sicher... ganz sicher.