Galerie Scheißi DonkScape ego Service

Episode 23

"Hey, hey! Nu regt euch mal ab, Jungs!" sagte eine alte, knarrige, weibliche Stimme hinter Scheißi, worauf sich dem Nagetier ein Flügel mit alten, abgewetzten, lackierten Federn vorsichtig auf die Schulter legte. "Der Kleine hier ist vielleicht etwas dämlich und komisch drauf, aber ihr wollt hier bei Manni inner Kneipe doch keine Schlägerei anzetteln, oder?"

Zu der wohl kaum je zum Fliegen gebrauchten, weil unbrauchbaren Extremität gehörte ein altes, angerunzeltes Stück Geflügel, das aus jeder Tiefkühltruhe wegen Übertretens des Verfalldatums schnellstmöglichst entfernt worden wäre, um einfallende Gesundheitsbeamte und eine Sonderreportage im Nachrichtenmagazin "Fötus" zu verhindern. Der Körper dieser Dame war fett und faltig und mit Mühe in ein gar nicht so enges Mieder gezwängt worden, aus dem es wahrscheinlich nicht ohne viel Lärm zu befreien war. Der Kopf dagegen war klein und sah aus, als habe man ihn vom Körper abgerissen, im Death Valley zum Trocknen aufgehängt, drei Tage in der Mikrowelle geröstet und dann quer durch einen Tuschkasten gezogen, bevor er nicht ganz gerade mit grobem Bindfaden wieder auf den plumpen Körper genäht worden war. Die Kreatur war eine der abgehärtetsten Huren des gesamten Arschlandes, hieß Koprophilie und stand im Ruf, sich von allem für annähernd symbolische Beträge ficken zu lassen. Während Prostituierte gerne auf vergleichsweise saubere Freier Wert legten, war Koprophilie oft auch mit schmutzigen Gesellen aufs Zimmer gegangen. Etwas wie Scheißi allerdings fehlte ihr bislang in ihrer etwas zweifelhaften Sammlung. Nun zerrte sie das verdutzte Eichhorn von den drei cholerischen Saufkumpanen fort und zur Theke zurück, wo Kotzbrocken inzwischen in einem fortgeschrittenen Zustand eines Rausches übergetreten war.

"Ha, Heihi? Hah hah u hen hah auhehahelt?" fragte er, kaum in der Lage überhaupt etwas zu sagen, weil seine Zunge sich vorübergehend im Deckenventilator verheddert hatte. Manni, der Wirt stand auf einem Barhocker daneben und versuchte die Zunge zu befreien. Schließlich kam sie heruntergefnatscht und zog sich langsam in den breiten Mund des Frosches zurück.

"Also, was ist, Süßer?" wandte sich Koprophilie an das Eichhorn. "Gibst du mir was zu trinken aus?"

"Alles auw meine Rrrrechnung!" brabbelte Kotzbrocken. "Der Junge is mein Gumpel!"

"Na, super! Manni? Einen Na-Du-Weißt-Schon!"

Manni sah sich mit Verschwörermine um, griff dann unter den Tresen und holte eine kleine Glasflasche hervor, die an Bettflaschen im Krankenhaus erinnern. Darin war eine dunkelgelbe Flüssigkeit, die einen beißenden Geruch verströmte. Er goss ein bisschen davon in ein Glas und füllte den Rest mit Wodka auf. Das ganze stellte er vor Koprophilie, welche das Gesöff gierig hinunterstürzte. Sie zuckte kurz, worauf ein manisches Grinsen ihren verkrümmten und unordentlich mit Lippenstift bemalten Schnabel umspielte. Durch diesen Flash, der durch die seltsame Droge Urinos erzeugt worden war, hatte sie den Mut, Scheißi mit aufs Zimmer zu nehmen.

"Kommst du jetzt mit? Oder was?"

"Wohin?" fragte das Eichhorn.

"Auf mein Zimmer! Oben! Na? Haste Lust? Hä? Ich mach’s fast umsonst! Nur’n Hunderter."

Scheißi guckte sie an und verstand nicht im Geringsten, worauf sie hinauswollte. Dann gab Kotzbrocken ihm von hinten einen Stoß und sagte: "Na los, Kleiner! Tu’s für mich! Ich krich eh kein’ mehr hoch!"

"Was kriegst du nicht hoch?" fragte Scheißi, doch Koprophilie kicherte nur hysterisch und albern, worauf kleine Partikel von Schminke abplatzten. Dann packte sie Scheißi und zerrte ihn von der Bar weg, in den hinteren Teil der Bar. Dort roch es schon viel leckerer, fand Scheißi, weil dort die Toiletten waren. Doch das wuchtige Weib machte nicht dort halt, sondern zerrte ihn eine schmale Treppe hinauf durch einen Gang mit schwummerigem Licht bis in ein kleines stinkendes Zimmer. Dort ließ sie Scheißi los und ließ sich so lasziv es ging, was recht unappetitlich war, auf das knarrende Bett fallen.

"Also gut, Süßer! Ich stehe zu deiner Verfügung."

"Du liegst."

"Was? Äh, jaja. Also, wie willst du’s?"

"Wie will ich was?"

"Naja, vaginal, oral, anal, nasal, egal?"

"Willst du was spielen?"

"Äh, klar. Rollenspiele? Oder SM?"

"Kenn ich nicht. Ich spiele gerne Nusswurf."

"Nusswurf???"

"Ja, spiele ich mit Pisskopp immer."

"Ist das deine Frau?"

"Wer?"

"Pisskopp."

"Nein, er ist mein Freund. Und ich bin sein Freund."

"Bist du etwa schwul, oder bi, oder so?"

"Nein, ich bin Scheißi, das irrsinnig widerwärtige Eichhorn."

"Und dein Freund?"

"Der ist tot."

Koprophilie wurde blass. "Scheiße." Sie war sich nicht sicher, ob sie jetzt vielleicht einen wahnsinnigen Sexualmörder im Zimmer hatte. "Ha... hast du ihn um die Ecke gebracht?"

"Welche Ecke?"

"Warum ist er tot?"

"Er war nass."

"Was?"

"Man hat ihn getrocknet. Draußen am Baum, weil die Tür kaputt war."

"Und äh... wer war das?"

"Omas Getränkepackung. Jetzt ist Pisskopp ein Hasenködel."

Koprophilie war sich nicht ganz sicher, was das Biest in ihrem Zimmer von ihr wollte.

"Das heißt, dass dein Freund in Wirklichkeit Kacke ist? Stehst du auf sowas?"

"Nein, ich stehe auf..." Scheißi sah nach unten. "Was ist das?"

"Ein Teppich!"

"Oh!"

"Also, was ist jetzt?" fragte Koprophilie langsam ungeduldig. "Willst du mich jetzt ficken?"

"Was will ich?"

"Mich ficken! Bumsen! Poppen! Flachlegen!"

"Du liegst schon!"

"Du sollst mir in die Muschel rotzen!!!"

"Wohin?"

"Rotz mir in die Muschel verdammt! Da!" keifte sie und zeigte auf die Lücke zwischen ihren Beinen.

Scheißi blinzelte neugierig auf die runzligen Hautlappen und sagte: "Ach so!" worauf Koprophilie sich etwas entspannte. Als das Eichhorn allerdings geräuschvoll eine kräftige Ladung Rotze aus den Tiefen seiner Schnauze zog und dem Huhn einen fetten, gelben Klumpen Schleim zwischen die Beine spuckte, klappte sie ihre dünnen, schuppigen Schenkel mit geweiteten Augen zusammen.